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Gemeinsamer Kampf gegen sexualisierte Gewalt im Kongo

30. Oktober 2017

Wir brauchen kein Geld und kein Mitleid, die Erde im Kongo ist fruchtbar, ich bin bereit, sie mit bloßen Händen zu bearbeiten. Ich fordere nur meine Würde als Frau zurück. Eine Vergewaltigung war jederzeit möglich: beim Wasserholen, beim Holzsammeln oder auf dem Weg zur Schule oder zum Krankenhaus. Jetzt traue ich mich, vor Gericht zu gehen und Entschädigung zu verlangen. Ohne die Unterstützung aus dem Ausland hätte ich daran niemals auch nur gedacht.
Nyota Mbulu, Opfer von vier Milizionären

Gräueltaten und Unsicherheit sind im Osten der Demokratischen Republik Kongo an der Tagesordnung. Schuld daran ist zu einem großen Teil die Folge von Kriegen, die seit 1996 im Ostkongo wüten und Vergewaltigung, Plünderung, Gemetzel, Entführungen und sexuelle Ausbeutung, Hunger u.v.m. hervorbringen. Ganz zu schweigen von einer neuen Form der Gewalt, deren Zielscheibe vor allem Mädchen von 3 bis 6 Jahren sind.

Die Rechte von Frauen und Mädchen uneingeschränkt und effektiv durchsetzen – dieses Ziel verfolgt MEMISA mit seinem Einsatz in der Demokratischen Republik Kongo. Mit Hilfe der Aktion 11.11.11 unterstützt diese Organisation den dynamischen Kampf gegen diese Gewalttaten auf lokaler Ebene. Eines der Ziele ist es, Frauen bei der Klage vor Gericht in Kavumu zu betreuen. Ein weiteres ist die Unterstützung von Ermittlungen zur Vergewaltigung kleiner Mädchen und die Intervention bei den Provinzbehörden zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen. Die Ergebnisse dieser Maßnahmen – zunächst auf lokaler Ebene (Bugorhe und Umgebung) – sollen als Modell für andere Gegenden dienen, in denen es noch schwer fällt, sich zum gemeinsamen Kampf zusammenzuschließen.

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