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Menschenwürdige Arbeitsbedingungen und „saubere“ Kleidung in Asien

30. Oktober 2017

Ich bekomme den Mindestlohn, das sind 61 $. Mit Prämien und Überstunden kann ich bis zu 100 $ verdienen. Vielleicht sogar 130 $, wenn ich viele Überstunden mache. Da ich meiner Familie monatlich 20 bis 30 $ schicken muss, mache ich täglich Überstunden [...]. Aber wir bekommen nur 2000 Riel [50 Cents] für zwei Überstunden. Das ist zu wenig und die langen Arbeitszeiten sind sehr ermüdend [...].
Moa Chenda, Arbeiterin in der Textilindustrie

Seit dem Einsturz des Rana Plaza in Bangladesch (24. April 2013) sind die unzulänglichen Arbeitsbedingungen der ungeschützten Beschäftigten in der Textilindustrie in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt. Der Wettbewerb ist gnadenlos: Die großen Marken beziehen ihre Bekleidungsartikel von Zulieferern, die gezwungen sind, die Produktionskosten immer weiter zu drücken.

Seit der Katastrophe mobilisieren sich in allen asiatischen Ländern verstärkt Nichtregierungsorganisationen. Mit Unterstützung des CNCD-11.11.11 setzt sich eine breite Koalition aus NGOs und Gewerkschaften – Asia Floor Wage Alliance – für Mindestlöhne im Bekleidungssektor in ganz Asien ein. Sie hilft den Arbeiterinnen und Arbeitern, mit einer Stimme einen existenzsichernden Lohn und Vereinigungsfreiheit zu fordern. Neben der Einführung systematischer Kontrollen der Sicherheit und der Arbeitsbedingungen für Beschäftigte und Zulieferer geht es vor allem um die Bündelung von Bewegungen, die sich für menschenwürdige Beschäftigung mit existenzsichernder Bezahlung einsetzen.

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